Parametric Landmark

Die gebaute Emotion

300 Teilnehmer, 30 Workshops, 10 Tage – Beim „International Festival of Art & Construction“ (kurz „IFAC“), geht es um das gemeinsame Erstellen alternativer Baukunst. In einzelnen Workshops, erarbeiten die Teilnehmer Konzepte für nachhaltige Bauprojekte und realisieren diese auf Basis der Disziplinen Design, Kunst, Architektur und Ingenieurswesen. In diesem Jahr fand das Architektur-Festival auf dem Gelände eines Eco-Villages in Bergen (NL) statt.

Um unsere Leidenschaft für Design und Architektur anderen Menschen näher zu bringen und unsere Idee eines innovativen Bauprojektes zu realisieren, haben wir einen Workshop im Rahmen des IFAC vorbereitet und durchgeführt.

Parametric Landmark

Unsere Grundidee des Workshops war das Entwerfen, Bauen und mediale Inszenieren einer begehbaren Holzskulptur, die sich konstruktiv und visuell in ihre Umgebung einfügt. Als formgebendes Hilfsmittel nutzten wir digitale Medien, um einen parametrischen Entwurf umzusetzen. Die hierfür benötigten Parameter wurden vor Ort von den Teilnehmern gesammelt, diskutiert, interpretiert und ausgewählt. Im Fokus standen dabei emotionale und subjektive Parameter aus dem direkten Umfeld des Festival-Geländes.

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Gegensätze sichtbar machen

Das Eco Village Bergen bietet durch seine Vergangenheit als Militärbasis und seine Umwandlung in ein Ökodorf einen Ort voller Gegensätze. Diese Gegensätze wollten wir sichtbar machen und ein Spannungsfeld erzeugen, das diesen Ort positiv konnotiert.

Das Spiel mit den Gegensätzen spiegelt sich bereits in der Wahl der Grundform wider: Diese basiert auf einem Grid, welches anhand einer objektiven Ortsanalyse im Vorfeld entstanden ist. Durch subjektive und emotionale Parameter wurde diese Grundform im Rahmen des Workshops verändert und verformt. Diese Parameter waren beispielsweise Sinneswahrnehmungen (sehen, hören, fühlen, riechen), Connexionen oder gefühlte Präsenzen.

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Die digitale Erweiterung

Die gebaute Skulptur wurde anschließend durch eine digitale Projektion um eine Ebene erweitert: Parallel zum Bau, entwickelten wir zusammen mit den Workshop-Teilnehmern ein Projektionskonzept auf Grundlage der gesammelten emotionalen Parameter. Hierfür wurde gefilmt, gezeichnet, geschrieben, illustriert und animiert. Es entstand eine digitale Projektions-Vorlage, die aus dem Ort und den Emotionen der Teilnehmer bestand. Am Ende des Festivals wurde die Skulptur mit dieser Projektion digital illuminiert und führte zu einem emotionalen Abschluss eines kreativen und lehrreichen Projektes.

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10 Tage, 12 Workshop-Teilnehmer aus 6 verschiedenen Nationen, 50 m² Holz und 250 GB Daten formten eine parametrisch geformte Skulptur, die sich perfekt in den Charakter des Festivals eingliedern konnte.

Heinrich Paravicini, Chief Creative Officer und Mitinhaber von Mutabor Design über das Projekt „Parametric Landmark“:

Mutabor ist stolz auf die Kreativität und Eigeninitiative, die bei diesem Projekt realisiert wurde und die daher von Anfang an unsere Unterstützung erhalten hat. Wenn Menschen aus unserem Team Initiative entwickeln wird das bei Mutabor nicht nur positiv gesehen, sondern gefördert.